Kurzüberblick Projekt Neumünstrum

 

Die Spielstadt ist ein realistisches, aber in seinen Strukturen vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit. Sie schafft Spiel- und Lernräume, in denen Kinder ihre Alltagswelt wieder erkennen, Arbeitsabläufe wahrnehmen und an gesellschaftlichen Prozessen aktiv teilnehmen können. Dadurch bekommen die Kinder eine neue Sichtweise auf die Zusammenhänge zwischen Berufsleben und Gesellschaft und entdecken ihre eigenen Einflussmöglichkeiten.

 

 

Zielsetzung des Projektes:

 

" Das schwer verständliche System von Arbeit- Entlohnung- Konsum zu vermitteln. Anhand dieses Modells sollten Kinder Arbeitsabläufe und gesellschaftliche Prozesse wahrnehmen und lernen aktiv in diese einzugreifen.

" Die Notwendigkeit von Normen, ihre Wichtigkeit für das Zusammenleben und deren Veränderbarkeit zu erfahren.

" Durch eine Wechselwirkung von Kinderstadt und "realer" Stadt werden den Kindern eine neue Form von Öffentlichkeit gegeben, die das Gefühl des Ernstgenommen werden vermittelt und zugleich eine Öffentlichkeit für die Belange von Kindern in der Stadt schafft.

" Im Zuge einer weiteren Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Stadtentwicklung sollten die Erkenntnisse der Kinder verdichtet werden und in die Stadtentwicklungsplanung einfließen.

 

Zur Erreichung dieser Ziele und zur Schaffung eines an- und entsprechenden Rahmens entsteht auf der jetzigen Freifläche eine Stadt aus Bauwagen, Zelten, Holzhütten und Weihnachtsbuden.

 

Straßen, Verkehrsschilder, Telefonnetze und die Ausstattung innerhalb der Arbeitsbereiche runden das Gesamtbild ab.

 

"Neumünstrum", eine Stadt, die ihrem großen Vorbild Neumünster um nichts nach steht.

Auch hier gibt es ein Schwimmbad, Schönheitssalons, Handwerkerbetriebe, Gaststätten, das Rathaus, Polizei und Müllabfuhr.

In "Neumünstrum" können alle interessierten Kinder und Jugendliche die Stadt mit allen wichtigen Institutionen in eigener Regie selbst verwalten. (Sie wählen den Stadtvorstand, erlassen Gesetze und regeln das Zusammenleben.)

Über das Arbeitsamt werden verschiedenste Berufe vorgehalten und somit können alle Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung die verschiedensten Berufe erlernen und die Betriebe übernehmen. Hier wird aber nicht nur gearbeitet und Geld in der stadteigenen Währung verdient.

Der Lohn wird in der Bank ausgezahlt und kann für Produkte und Dienstleistungen innerhalb der Stadt ausgegeben werden.

Auf der Internetseite www.neumuenstrum.de können die Arbeitsbereiche und Vorgänge von 2005 betrachtet werden.

 

Für zwei Wochen verwandelt sich das Gelände zu einer "Kidzone", einer elternfreien Zone. Wer seine Eltern trotzdem zwischendurch sehen möchte, besucht sie dann eben im Elterngarten!

Im angeschlossenen Touristikzentrum kann man als Elternteil dort auch Führungen durch die Spielstadt buchen.